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Wohnungseingangstüren für Wiener Altbau und Neubau

Eine Tür zwischen Wohnung und Stiegenhaus muss anderes leisten als eine Haustür – Einbruchschutz, Ruhe und ein Maß, das zum bestehenden Türstock passt.

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Wohnungseingangstür mit Holzfurnier und Stahlzarge im Stiegenhaus
Wohnungseingangstür mit Holzfurnier und Stahlzarge im Stiegenhaus

Die Wohnungseingangstür ist bei einer Wiener Wohnung fast immer der einzige Zugang – und damit der Punkt, an dem Einbruchschutz und Schallschutz zusammenkommen. Sie grenzt nicht an das Freie, sondern an einen halböffentlichen Bereich: das Stiegenhaus, das jeder Postbote, Zusteller und Besucher betreten kann.

Daraus ergeben sich andere Anforderungen als bei einer Haustür. Wetterfestigkeit spielt kaum eine Rolle, dafür Aufbruchsicherheit, Schallschutz gegen Gespräche und Schritte im Stiegenhaus, und – im Mehrparteienhaus – die Frage, ob für die Tür eine Brandschutzanforderung gilt und wer der Änderung zustimmen muss.

Wir fertigen Wohnungseingangstüren nach Maß, sowohl für Altbau-Türstöcke ohne Standardmaß als auch für Neubauten mit vorbereiteter Zargenöffnung, und übernehmen Aufmaß, Fertigung und Montage.

Altbau: Maßanfertigung für vorhandene Türstöcke

Wiener Altbauwohnungen haben selten ein Normmaß. Die Öffnungen sind oft höher als heute üblich, nicht rechtwinklig, und der alte Holztürstock ist häufig fest im Mauerwerk verankert und Teil der Gestaltung des Stiegenhauses. Deshalb messen wir jede Tür einzeln auf, statt aus einem Katalogmaß heraus zu bestellen.

Je nach Zustand gibt es zwei Wege: Der bestehende Türstock bleibt und wird mit einem neuen Blatt und neuen Bändern versehen, oder Stock und Blatt werden gemeinsam getauscht. Der Erhalt des alten Stocks ist die schonendere Variante für das Stiegenhaus, funktioniert aber nur, wenn der Stock gerade, tragfähig und unbeschädigt ist. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, sehen wir erst vor Ort.

  • Aufmaß der tatsächlichen Öffnung statt Katalogmaß
  • Bestehenden Türstock erhalten oder Stock und Blatt komplett tauschen
  • Überhohe und nicht rechtwinklige Öffnungen sind der Normalfall, nicht die Ausnahme
  • Rücksicht auf die Optik des Stiegenhauses bei erhaltenswerten Beständen

Einbruchschutz an der Wohnungstür

Eine Wohnungstür wird nicht aufgebrochen wie eine Haustür. Die typischen Angriffspunkte sind das Aufhebeln zwischen Blatt und Stock auf Schlossseite, das Aufhebeln auf Bandseite und der Zylinder. Entsprechend hängt die Sicherheit an drei Dingen: der Verriegelung, den Bändern und dem Zylinder – nicht am Türblatt allein.

Wir arbeiten mit Mehrfachverriegelungen, die über die Türhöhe in mehreren Punkten greifen, mit Hintergreifhaken auf der Bandseite, damit sich das Blatt dort nicht aushebeln lässt, mit Sicherheitsschließblechen im Stock und einem Zylinder mit Aufbohrschutz. Ein Weitwinkel-Türspion oder eine Sprechanlage lässt sich mitplanen.

Eine ehrliche Anmerkung dazu: Ohne einen Stock, der fest im Mauerwerk sitzt, bringt der beste Beschlag wenig. Deshalb sehen wir uns die Verankerung beim Aufmaß mit an.

  • Mehrfachverriegelung über die gesamte Türhöhe
  • Hintergreifhaken auf der Bandseite gegen Aushebeln
  • Sicherheitsschließbleche und Zylinder mit Aufbohrschutz
  • Türspion oder Sprechanlage auf Wunsch

Schallschutz zum Stiegenhaus

Schritte, zufallende Türen und Gespräche am Gang sind in einem Wiener Zinshaus mit Steinstiegen und hohen Räumen gut hörbar. Eine schalldämmende Wohnungstür arbeitet dabei über drei Punkte: ein schweres, mehrschichtig aufgebautes Türblatt, umlaufende Dichtungen und einen dichten Abschluss zum Boden.

Der Bodenspalt ist erfahrungsgemäß die größte Schwachstelle. Wo keine Schwelle gewünscht oder möglich ist, arbeiten wir mit einer absenkbaren Bodendichtung, die beim Schließen automatisch heruntergefahren wird und beim Öffnen wieder verschwindet.

Ebenso wichtig ist die Ausführung des Anschlusses: Eine gute Tür in einer schlecht ausgeschäumten Laibung bringt den erwarteten Effekt nicht. Wir behandeln die Fuge daher als Teil der Arbeit, nicht als Nebensache.

  • Mehrschichtiges, schweres Türblatt
  • Umlaufende Dichtungsebenen
  • Absenkbare Bodendichtung statt offener Spalt
  • Sorgfältiger Anschluss an die Laibung

Brandschutz und Zustimmung der Hausverwaltung

Im Mehrparteienhaus ist die Wohnungseingangstür nicht allein Ihre Sache. Zwei Punkte sind vor der Bestellung zu klären. Erstens: Für Türen, die zu einem Fluchtweg hin liegen, kann eine Brandschutzanforderung bestehen – ob und welche, ergibt sich aus dem Baubescheid des Hauses beziehungsweise aus der Bauordnung. Wenn eine solche Anforderung besteht, muss die Tür in einer entsprechend geprüften Ausführung bestellt werden; das legen wir vorher fest und nicht nachträglich.

Zweitens: Die Tür ist zum Stiegenhaus hin sichtbar und berührt damit die allgemeinen Teile des Hauses. In der Regel braucht es die Zustimmung der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft, insbesondere wenn sich Optik, Farbe oder Öffnungsrichtung ändern oder der bestehende Türstock getauscht wird. Als Mieter brauchen Sie zusätzlich die Zustimmung des Vermieters.

Wir unterstützen Sie dabei mit den technischen Angaben zur geplanten Tür, damit Sie der Verwaltung etwas Konkretes vorlegen können. Die Zustimmung selbst einholen müssen allerdings Sie – wir können sie nicht ersetzen.

  • Brandschutzanforderung vor der Bestellung klären, nicht danach
  • Zustimmung von Hausverwaltung bzw. Eigentümergemeinschaft einholen
  • Als Mieter zusätzlich die Zustimmung des Vermieters
  • Technische Unterlagen zur geplanten Tür bekommen Sie von uns
  • Nach Aufmaß gefertigt

    Altbau-Öffnungen sind selten rechtwinklig und fast nie im Normmaß – wir fertigen nach der tatsächlichen Öffnung.

  • Sicherheit an den richtigen Stellen

    Mehrfachverriegelung, Hintergreifhaken auf der Bandseite, Sicherheitsschließbleche und Zylinder mit Aufbohrschutz statt nur einem dicken Türblatt.

  • Ruhe zum Stiegenhaus

    Schweres Türblatt, umlaufende Dichtungen und absenkbare Bodendichtung – inklusive sauberem Anschluss an die Laibung.

  • Ein Ansprechpartner

    Beratung, Fertigung und Montage bleiben bei uns; Sie koordinieren nicht zwischen Händler, Tischler und Monteur.

Häufige Fragen

  • Nicht ohne Rücksprache. Die Tür liegt zum Stiegenhaus hin und berührt damit allgemeine Teile des Hauses – üblicherweise braucht es die Zustimmung der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft, als Mieter zusätzlich die des Vermieters. Wir liefern Ihnen die technischen Angaben zur geplanten Tür, damit Sie das vorab abklären können.

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