Holz-Alu ist die aufwendigere Bauweise: Zwei Schalen werden gefertigt und zusammengefügt, das Holz wird zusätzlich behandelt. Das schlägt sich im Preis nieder, und es ist ehrlicherweise nicht in jedem Projekt gerechtfertigt. Beim Wärmeschutz nehmen sich beide Bauweisen nicht viel – gute Kunststoffprofile erreichen sehr gute Dämmwerte, und mehr Geld auszugeben, bringt an dieser Stelle nicht automatisch ein besseres Fenster.
Zum Kunststofffenster greifen Sie besser, wenn ein ganzes Haus in einem Zug getauscht wird und das Budget die Zahl der Fenster begrenzt, wenn die Innenseite ohnehin weiß sein soll, oder bei einer Anlegerwohnung, wo die wartungsärmste und günstigste Lösung zählt. Wer innen kein sichtbares Holz will, zahlt bei Holz-Alu für etwas, das er nicht nutzt.
Für Holz-Alu spricht der umgekehrte Fall: Sie wollen Holz im Raum sehen und angreifen, nicht eine Dekorfolie in Holzoptik. Dazu kommen Situationen, in denen Kunststoff an seine Grenzen stößt – sehr große Formate und breite Elemente, bei denen die Steifigkeit des Holzrahmens hilft, oder ein dunkler Farbton außen, der sich auf einer Aluminiumschale unproblematischer umsetzen lässt als auf einem beschichteten Kunststoffprofil.
Beides sind gute Fenster. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern darin, was Sie im Raum sehen wollen und was Sie dafür ausgeben möchten. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß offen, wenn Kunststoff für Ihre Situation die vernünftigere Wahl ist.